Warum kommt Maria als Königin der Liebe? TEIL 2 HÄRETISCHE LIEBE
- Hans-Jürgen Reichhardt
- 15. Juli 2025
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Juli 2025

Meine Kinder, Scharen von Betern sind nötig, um das Böse abzuwenden, um die Kirche Jesu zu retten. Viele Vernichter der göttlichen Gnade sind unter den Dienern der Kirche, die das Böse bekämpfen möchten, aber denen dies nicht gelingt, weil sie Häretiker sind. (29.12.1986)
Herzlich willkommen zurück zu Teil 2 der Serie über den eindringlichen Grund der Erscheinungen Mariens der Königin der Liebe. Wir fahren in der Betrachtung ihrer Warnung vor einer neuen "Häretischen Liebe" in Verbindung mit der Enzyklika von Papst Pius X. (Pascendis) fort.
Maria, die Königin der Liebe spricht nicht einmal "Ja, ja" und dann wieder "Nein, nein". Sie sagt es so, wie es ist. Sie deckt den innersten Zustand der kath. Kirche auf. Sie geht an die Wurzel. Der Eine und Dreifaltige Gott, der die Liebe in Person ist, greift selbst durch ihre Erscheinungen ein. Er deckt die Wurzel des Irrtums auf, sozusagen den Ursprung der Vergiftung schlechthin. Erst, wenn wir diesen Irrtum im Göttlichen Licht des Glaubens und mit der Vernunft wirklich erkannt haben, dann können wir alles nach und nach erfassen, was sozusagen "danach" kommt. Es sind diese "Früchte der Unordnung und Spaltung", die sie beschreibt.
Papst Pius X. schreibt von einer "Wurzel-Vergiftung". Der Baum der kath. Kirche, das "Corpus-Christi-Mysticum" ist an der Wurzel vergiftet durch den modernistischen Irrtum (Häresie). Und der Kern dieses Irrtums hat theologische und philosophische Ursachen. Deswegen erklärt Papst Pius X. in dieser Enyzklika auch diesen MODERNISTISCHEN IRRTUM aus der Sicht der kath. Theologie (Lehre über Gott), der kath. Philosophie (Lehre über die Ursprünge allen Seins und den objektiven Sinn dieses Seins), der Anthropologie (Lehre über den Menschen). Papst Benedikt XVI. hat diesen Weg in seiner Enzyklika "Deus caritas est" fortgesetzt.
Papst Pius X. zieht den Modernisten die MASKE vom Gesicht. Er deckt ihre Heuchelei und Falschheit, ihren innersten Betrug auf, der in die kath. Kirche eingedrungen ist.
"Da jedoch der katholische Glaube selbst gefährdet ist, wäre es eine große Sünde, wenn wir noch länger schweigen würden. Wir müssen reden und ihnen vor der gesamten Kirche die Maske vom Gesicht reißen, die doch ihr wahres Wesen nur halb verhüllt."
Wie deutlich ist die Aufforderung von Papst Pius X., dass wir nicht schweigen dürfen! Er wendet sich vor allem an die Priester, Bischöfe und Kardinäle, an die Hirten der kath. Kirche, dass sie nicht mehr schweigen dürfen. Die ist eine große Sünde, wenn der kath. Glaube als Ganzes, der gesamte kath. Gedanke überhaupt gefährdet ist. Der Angriff richtet sich nicht auf ein kleines Detail, sondern gegen die WURZEL DES GLAUBENS!
Papst Piux X. sagt dann weiter, dass diese Modernisten innerhalb der kath. Kirche immer einen schlauen Kunstgriff anwenden, eine permanente Täuschung. Sie tragen ihre Lehren nie systematisch und einheitlich vor und auch so, dass man die tieferen Zusammenhänge dieser Häresie nicht erkennen kann. Somit erweckt es dein Eindruck, als wüssten sie eigentlich nicht so genau, was sie da tun. Und das ist der große Irrtum!!! Es handelt sich um ein einheitliches, systematisches Vorgehen zur Zerstörung der kath. Kirche von innen: Dieser Angriff richtet sich gegen diese VIER BEREICHE, welche die Grundpfeiler des Katechismus der katholischen Kirche bilden:
· Glaubensbekenntnis (Wahrheit des Glaubens)
· Feier der Hl. Sakramente
· Sittliches Leben
· Gebet
Das GIFT muss also an der WURZEL eingeimpft werden, damit, es den ganzen Baum, den ganzen Leib der kath. Kirche durchdringen und vergiften kann.
Was aber ist nun jene "Wurzel", welche für jeden kath. Christen den Anfang des Christentums beinhaltet?
Dies ist das tragende Fundament für das gesamte Gebäude des Glaubens. Papst Benedikt XVI. wählt für seine Antritts-Enzyklika im Jahr 2005 genau diesen Titel: "DEUS CARITAS EST" (Gott ist die Liebe)
Im 1. Brief des hl. Apostels Johannes lesen wir (4,16):
Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
Papst Benedikt XVI. schließt sich hier nahtlos an die Enzyklika von Papst Pius X. (Pascendi Dominici gregis) an und bestätigt sozusagen die tiefsten Grundlagen und Fundamente des kath. Glaubens. Gleichzeitig widerruft er jeden theologischen Irrtum, welcher in diesem Zusammenhang in die kath. Kirche an der Wurzel eingedrungen ist und den Baum von innen her vergiftet:
1. ,,Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm’’ (1 Joh 4, 16). In diesen Worten aus dem Ersten Johannesbrief ist die Mitte des christlichen Glaubens, das christliche Gottesbild und auch das daraus folgende Bild des Menschen und seines Weges in einzigartiger Klarheit ausgesprochen. Außerdem gibt uns Johannes in demselben Vers auch sozusagen eine Formel der christlichen Existenz: ,,Wir haben die Liebe erkannt, die Gott zu uns hat, und ihr geglaubt’’ (vgl. 4, 16).
Wir haben der Liebe geglaubt: So kann der Christ den Grundentscheid seines Lebens ausdrücken. Am Anfang des Christseins steht nicht ein ethischer Entschluß oder eine große Idee, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt.
Mit dieser Einleitung der Enzyklika "Deus Caritas est" definiert Papst Benedikt XVI. die absolute Mitte, das tiefsten Wesen, den tiefsten theologischen Sinn des kath. Glaubens.
GOTT IST LIEBE IN PERSON. Liebe ist also nicht irgendeine "große Idee" eines Menschen oder gar eines Papstes, etwas rein Intellektuelles, eine Göttliche Energie, eine Urkraft oder Ähnliches. Nein, diese LIEBE ist GOTT SELBST. Diese LIEBE ist ABSOLUTE PERSON. Diese LIEBE ist BEGEGNUNG.
Somit hat Papst Benedikt XVI. auf so einfache und doch einzigartig klare Weise theologisch gesagt, was seit jeher die absolute Wahrheit des kath. Glaubens ist und immer bleiben wird. GOTT IST LIEBE und diese Liebe ist absolut. Diese Liebe ist absolute Person und absolute personale Begegnung. Am Anfang, an der WURZEL des kath. Christseins ist diese absolute Wahrheit dieser Liebe, die absolutes Leben im Ursprung der Schöpfung ist. Sie ist der Ausgangspunkt im HERZEN GOTTES, des VATERS. Von dieser ersten und absoluten Göttlichen Ordnung und Wahrheit dieser Liebe her gründet sich jede andere geistige, moralische und materielle Ordnung.
Darin gründet sich das natürliche Sittengesetz im Herzen jedes Menschen. Auch das Naturrecht und alle Rechte des Menschen gründen sich letztlich in diesem Göttlichen Recht. Gott selbst ist der erste Gesetzgeber und Ihm gelten zuerst alle Rechte und alle Pflichten des Menschen. Gott ist an der ersten Stelle und nicht der Mensch. Und diese Verwurzelung in dieser Göttlichen Ordnung ist das Entscheidende!
Was das nun für jeden von uns persönlich bedeutet, darauf gehe ich im 3. Teil dieser Blogreihe ein. Freu dich und lass es dir nicht entgehen!




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