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Dritte Woche - Tag 30

Unsere Antwort auf die Liebe Christi: Die Erkenntnis Christi

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Veni Sancte Spiritus (S. 249)


Lesung

(Eph 3,14-19)


Daher beuge ich meine Knie vor dem Vater, nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird, und bitte, er möge euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit schenken, dass ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunimmt. Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen. 


In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt. So werdet ihr mehr und mehr von der ganzen Fülle Gottes erfüllt.


(Kol 2,1-3)

Ihr sollt wissen, was für einen schweren Kampf ich für euch und für die Gläubigen in Laodizea zu bestehen habe, auch für alle anderen, die mich persönlich nie gesehen haben. Dadurch sollen sie getröstet werden; sie sollen in Liebe zusammenhalten, um die tiefe und reiche Einsicht zu erlangen und das göttliche Geheimnis zu erkennen, das Christus ist. In ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen.


Botschaft

(San Martino, 25.12.2002)


Lobpreisen wir in Ewigkeit den Vater.

Meine Kinder schon seit Jahrhunderten ist mitten unter

euch in der Welt Einer, den noch nicht alle kennen:

Jesus, den ich euch gebracht habe.

Er ist der Reichtum, 

der zu allen Menschen guten Willens gelangt ist,

damit die Erde nicht mehr wüst und leer ist,

sondern dort die Fülle der Gnade wohne.

Noch einmal komme ich in eure Mitte,

um euch zu helfen, Ihn zu erkennen,

um eure Augen zu öffnen, damit ihr Ihn sehen könnt,

damit euer Zeugnis echt sei.

Meine Kinder, die Welt soll wissen,

dass dieses Jesuskind allein der wahre Gott,

der Gott des Lebens ist,

der euch Frieden und Gerechtigkeit bietet.

Vereint euch heute mit allen Heiligen des Himmels

und singt Gott Ehre für immer.

Es möge Heilige Weihnacht sein!

Ich segne euch alle mit Jesus;

ich segne diese Krippe und jene die sie erbaut haben,

sowie alle Krippen in der Welt.


Betrachtung

(Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Traktat von der wahren Verehrung der Heiligen Jungfrau)


Jesus Christus ist das letzte Ziel aller Marienverehrung

(Art. 61)


Unser Erlöser Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, muss das Endziel aller unserer Andachtsübungen sein, sonst wären sie allesamt falsch und irreführend. Jesus Christus ist das Alpha und das Omega (Offb 1,8), der Anfang und das Ende aller Dinge. 

Wir arbeiten allein, wie der Apostel sagt, um alle Menschen in Jesus Christus vollkommen zu machen (Eph 3,13), denn in ihm allein wohnt die Fülle der Gottheit und jede Fülle der Gnade, der Tugend und der Vollkommenheit (Kol 2,3.9). 


In ihm allein haben wir alle geistlichen Segnungen empfangen (Eph 1,3), denn er ist unser einziger Lehrer (Mt 23,10), der uns  unterrichten muss, 


unser einziger Herr (1 Kor 8,6), von dem wir abhängig sein dürfen, das einzige Haupt (Kol 1,18), mit dem wir vereint sein müssen, 

das einzige Vorbild (Phil 2,5; Joh 13,15), dem wir nachstreben müssen, der einzige Arzt (Lk 5,31; 1Petr 2,24), der uns heilen soll, 

der einzige Hirte (Joh 10,11), der uns ernähren muss, 

der einzige Weg, den wir gehen, 

die einzige Wahrheit, die wir glauben und das einzige Leben (vgl. Joh 14,6), das uns lebendig machen soll, 

unser ein und alles, das uns in allen Dingen genügen muss.


Uns ist kein anderer Name gegeben unter dem Himmel als der Name Jesu, durch den wir uns retten können (Apg 4,12). Gott hat unserem Heil und unserer Herrlichkeit kein anderes Fundament gegeben als Jesus Christus (1 Kor 3,11).


Jedes Gebäude, das nicht auf diesen Stein gegründet ist, ist auf Sand gebaut und wird früher oder später einstürzen. Jeder Gläubige, der nicht mit ihm vereint ist wie die Rebe mit dem Weinstock, wird abfallen, wird verdorren und wird zu nichts anderem taugen, als ins Feuer geworfen zu werden (Joh 15,6). Außerhalb von ihm ist alles Irrtum, Lüge, Bosheit, Tod und Verdammung. 


Aber wenn wir in Jesus Christus sind, und Jesus Christus in uns ist, dann haben wir keine Verdammnis zu fürchten; nicht die Engel des Himmels noch die Menschen der Welt, noch die Teufel der Hölle, noch irgend eine Kreatur kann uns Schaden zufügen, denn nichts kann uns von der Liebe Gottes scheiden, die in Jesus Christus ist (Röm 8,1.38-39). Für Jesus Christus, in Jesus Christus und mit Jesus Christus vermögen wir alles: Wir können in der Einheit des Heiligen Geistes dem Vater jede Ehre und Verherrlichung erweisen (Messkanon), wir können Vollkommenheit erlangen und für unseren Nächsten ein Duft des ewigen Lebens sein (2 Kor 2,15-16).


(Art. 62)

Wenn wir daher eine starke Marienverehrung zeigen, so tun wir dies nur, um die Verehrung Jesu Christi umso vollkommener zu gestalten, und um einen sicheren und leichten Weg zu weisen, um Jesus Christus zu finden. Würde die Marienverehrung die Seelen von Jesus Christus entfernen, dann müssten wir sie als Blendwerk des Teufels verwerfen. Aber wie ich schon gezeigt habe und noch zeigen werde, dient diese Verehrung zu nichts anderem als dazu, Jesus Christus vollkommen zu finden, ihn innig zu lieben und ihm treu zu dienen.


Kontemplation

(Nachfolge Christi, I/5)


Wie man die heiligen Schriften lesen soll


1. In der Heiligen Schrift muss man die Wahrheit, nicht die Beredsamkeit suchen. 


Die Heilige Schrift muss mit eben dem Geiste gelesen werden, mit welchem sie verfasst worden ist. Wir müssen in ihr vielmehr den Nutzen, als eine künstliche Beredsamkeit suchen. 


Wir müssen ebenso gerne jene Bücher lesen, welche einfach und andächtig verfasst sind, wie jene, welche erhaben und mit tiefer Gelehrsamkeit geschrieben sind. Das Ansehen des Verfassers muss dich nicht irre machen, er mag nun gelehrt oder nicht gelehrt gewesen sein; nur die Liebe zur reinen Wahrheit muss dich zum Lesen antreiben. Frage nicht lange, WER dies gesagt habe, sondern merke, WAS gesagt wird. 


2. Die Menschen vergehen, aber die Wahrheit des Herrn bleibt ewig. 


Ohne einen Unterschied zwischen den Menschen zu machen, redet Gott auf verschiedene Arten mit uns. Oft hält uns unser Vorwitz im Lesen gottseliger Schriften auf, indem wir verstehen und untersuchen wollen, wo wir ohne weiteres Nachforschen vorübergehen sollten. 

Wenn du mit Nutzen zu lesen verlangst: so lies mit Demut, mit Einfalt und Treue. Du musst auch niemals trachten, dir unter den Gelehrten einen Ruhm zu erwerben. Frage gern und höre die Worte der Heiligen mit Stillschweigen; lass dir die Sprüche der Alten nicht missfallen; ohne Ursache führt man sie nicht an.


HYMNUS

(Romanos Melodos, aus dem Hymnus des Blindgeborenen)


Gleich dem Blindgeborenen komme ich, o Christus,

ohne die Augen der Seele zu dir und rufe voll Zerknirschung:

„Du bist das strahlende Licht für alle, die in Finsternis sind.“

Du unser Retter, gieße den Strom der unsagbaren Weisheit und der erhabenen Erkenntnis über mich aus.

Du Licht aller, die in Nacht gehüllt sind, führe, die versprengt sind, damit ich Elender die Kraft finde, deine Wundertaten zu preisen,

so wie es das göttliche Buch, das Evangelium des Friedens,

durch das Wunder des Blinden lehrt; 

und gleich dem, der von Geburt an krank war und die Augen des Körpers und zugleich damit auch die Augen der Seele erhielt,

vom Glauben erfüllt ausrufe: 

„Du bist das strahlende Licht für die, die in Finsternis sind.“


Katechismus

(Art. 428)


Wer den Auftrag hat, „Christus zu lehren“, muss somit zuerst nach der „alles überbietenden Erkenntnis Christi Jesu“ suchen; er muss bereit sein, „alles aufzugeben, um Christus zu gewinnen und in ihm zu sein", ihn zu "erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden", von seinem Tod geprägt zu werden, um "auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen" (Phil 3, 8-11).


(Art. 429)

Diese liebende Erkenntnis Christi weckt das Verlangen, zu verkünden, zu "evangelisieren" und andere zum Ja des Glaubens

an Jesus Christus zu führen. Gleichzeitig wird das Bedürfnis

verspürt, diesen Glauben immer besser kennenzulernen.


Gebet

(Romanos Melodos, aus dem Hymnus zum Fest der Verehrung des Kreuzes)


Wir verehren das königliche Holz deines kostbaren Kreuzes,

o Christus, unser Gott, und flehen dich an, unser Herr, der du dort angenagelt warst:

Befreie das Menschengeschlecht aus den Gefahren,

um der Mutter Gottes willen,

durch die Adam ins Paradies heimgerufen wurde.

Du bist zum Sohn Mariens geworden, o Sohn Gottes, unser Retter,

und du ließest dich ans Kreuz nageln, du,

der fleischgewordene Gott, um die Betrübten zu retten

und den Sündern Barmherzigkeit zu erweisen,

du Mächtiger und Guter!

Schenke Reue allen, die auf dich hoffen,

damit sie dir großherzig dienen mit Psalmen und Gebeten.

Vereint mit dem Schächer schreien wir zu dir:

"Gedenke unser in deinem Reich!"

Gewähre uns, o Christus, dass wir uns mit dem Chor der Heiligen vereinen, denn wir haben das Siegel des Kreuzes erhalten,

um damit eins zu sein im Paradies.


Gebet nach Lesung und Betrachtung

Ave Maris stella

Litanei zum heiligsten Herzen Jesu (S. 266)

Dritte Woche - Tag 30
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