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Zweite Woche TAG 2

Die Braut des Heiligen Geistes

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GEBET ZUR VORBEREITUNNG


Lesung

(Lk 1,26-38)


Evangelium zum 25. März, Fest Maria Verkündigung, zugleich Tag der ersten Erscheinung in San Martino


Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. 


Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. 


Der Engel trat bei ihr ein und sagte: 

Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. 


Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu be-

deuten habe. 


Da sagte der Engel zu ihr: 

Fürchte dichnicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. 

Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären:

dem sollst du den Namen Jesus geben. 


Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. 

Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. 

Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine

Herrschaft wird kein Ende haben.


Maria sagte zu dem Engel: 

Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? 


Der Engel antwortete ihr: 

Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des

Höchsten wird dich überschatten. 


Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. 


Da sagte Maria: 

Ich bin die Magd des Herrn;

mir geschehe, wie du es gesagt hast. 


Danach verließ sie der Engel.


Botschaft

(S. Martino, 25.12.1996)


Singen wir Ehre dem Vater.

Meine Kinder, seht, jetzt wird Gott mitten unter euch geboren, nehmt Ihn auf! Er kommt, um die Einsamkeit der Menschen durch Seine göttliche Liebe loszukaufen.

Jesus wird euch um euretwillen gegeben.

Ich bin es, die euch dazu bereit macht,

damit der Heilige Geist und die Kraft des Allerhöchsten

Ihn in euch durch die Gnade, die Jesus in euch gezeugt hat, geboren werden lässt. 

Liebe Kinder, verändert nichts an diesem Ereignis,

sondern versucht, euch selbst, euer Leben zu verändern.

Man verschwöre sich nicht mehr gegen Ihn, sondern jedes Knie beuge sich demütig, denn Er ist der König der Herrlichkeit.

Euch gehöre Jesus! Seid alle ganz Sein und ihr werdet euch der ewigen Seligkeit erfreuen. 

Euch segnend, drücke ich euch alle an mich.


Betrachtung

(Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Traktat von der wahren

Verehrung der Heiligen Jungfrau)


(Art. 34)

Gott der Heilige Geist will in Maria und durch Maria seine auserwählten formen und spricht zu ihr: 


„Du sollst Wurzel fassen bei einem ruhmreichen Volk“ (vgl. Sir 24,12). 


Du, meine geliebte Braut, sollst alle deine Tugenden tief in meinen Erwählten verwurzeln, damit sie von Tugend zu Tugend und von Gnade zu Gnade wachsen. Ich hatte so großes Wohlgefallen an dir, als du auf Erden lebtest und die erhabensten Tugenden übtest, dass es mein Wunsch ist, dich weiterhin auf der Erde zu finden, ohne dass du aufhörst, im Himmel zu sein. 


Du sollst dich daher in meinen Auserwählten nachbilden, damit ich mit Wohlgefallen in ihnen die Wurzeln deines unüberwindlichen Glaubens, deiner tiefen Demut, deiner allseitigen Abtötung, deiner erhabenen Anbetung, deiner brennenden Liebe, deiner festen Hoffnung und all deiner Tugenden wiederfinde. 


Du bist ja immer meine Braut in aller Treue, Reinheit und  Fruchtbarkeit. Dein Glaube bringe mir Gläubige hervor, deine Reinheit biete mir Jungfrauen dar, und deine Fruchtbarkeit schenke mir Auserwählte und heilige Tempel.


(Art. 35)

Hat Maria in einer Seele Wurzeln geschlagen, dann bringt sie darin Wunder der Gnade hervor, wie nur sie allein es vermag, denn sie allein ist ja die fruchtbare Jungfrau, die niemals ihresgleichen an Reinheit und Fruchtbarkeit gefunden hat, noch finden wird. In Vereinigung mit dem Heiligen Geist hat Maria das Größte hervorgebracht, was es je gab und je geben wird, den Gottmenschen. Und in der Konsequenz wird sie die größten Dinge wirken, die sich in der Endzeit ereignen werden. Ihr ist die Bildung und Erziehung der großen Heiligen vorbehalten, die zum Ende der Welt auftreten werden, denn es gibt nichts, was diese einzigartige und wunderbare Jungfrau in Vereinigung mit dem Heiligen Geist nicht hervorbringen könnte, selbst die einzigartigsten und außergewöhnlichsten Dinge.


(Art. 36)

Wenn der Heilige Geist, ihr Bräutigam, Maria in einer Seele findet, dann eilt er hin, durchdringt sie vollkommen und teilt sich ihr umso reichlicher mit, je mehr Raum diese Seele seiner Braut gewährt. Und einer der hauptsächlichsten Gründe, warum der Heilige Geist keine auffallenden Wunder mehr in den Seelen bewirkt, ist der, dass er in ihnen keine Vereinigung mit seiner treuen und unzertrennlichen Braut vorfindet, die tief und innerlich genug wäre. 


Ich sage, unzertrennliche Braut, denn seit die wesenhafte Liebe des Vaters und des Sohnes sich mit Maria vermählt hat, um Jesus Christus zu zeugen, das Haupt der Auserwählten, und Jesus Christus in den Auserwählten, hat er sie niemals verstoßen, denn sie war immer verborgen, allezeit treu und fruchtbar.


Kontemplation

(Gregor von Nissa, +394)


Hymnus

Kommt, ihr Völker, lasst uns gemeinsam den besingen,

der von der Jungfrau geboren ist.

Lasst uns Mut fassen und, geführt von der Stimme des Engels,

der heiligen Jungfrau zuzubeln:

Sei gegrüßt, du Gnadenvolle, der Herr ist mit dir!

Dein ist die jubelnde Freude, denn der Herr über alle

hat seine Wohnung in dir genommen auf geheimnisvolle Weise, die er nur kennt.


Sei gegrüßt, du Gnadenvolle, der Herr ist mit dir!

Nicht ein Bräutigam dieser Welt, sondern der Herr selbst ist mit dir, der Vater der Keuschheit, der Behüter der Jungfräulichkeit,

er, der heilig macht und unzerstörbar, er, der Freiheit schenkt und Heil, und der den Frieden schafft; 


der Herr selbst ist mit dir, denn in dir hat sich die göttliche Gnade niedergelassen. Sei gegrüßt, du Gnadenvolle, der Herr ist mit dir!

Adam braucht den Urheber der Täuschung nicht mehr zu fürchten, denn der, der von dir geboren ist, hat alle Mächte des Feindes zertreten.


Das Menschengeschlecht braucht den Betrug und die List der Schlange nicht mehr zu fürchten, denn der Herr hat in den Wassern der Taufe dem Drachen den Kopf zertreten.


Es erschreckt mich nicht mehr, zu hören:

Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren;

denn der Herr hat in der heiligen Taufe alle Sündenmakel getilgt;

ich weine nicht mehr, ich bin nicht mehr betrübt, ich sage nicht mehr:


in meinem Schmerz wälze ich mich auf spitzen Stacheln, denn der Herr hat die Dornen unserer Sünden ausgerissen und sein eigenes Haupt damit gekrönt.


Meine Sünde ist verschwunden, der alte Fluch auf mir ist aufgelöst,

aus der Heiligen Jungfrau ist der Baum des Lebens und der Gnade erblüht, ja, die Heilige Jungfrau ist für uns zur Quelle des Lebens geworden; zur Quelle des Lichtes für die, die an Christus glauben, denn sie ist der Ort, aus dem das geistige Licht entspringt.


Sei gegrüßt, du Gnadenvolle, der Herr ist mit dir!

Er, der vollkommen ist an Heiligkeit und in dem die Fülle der Gottheit wohnt. Sei gegrüßt, du Gnadenvolle, der Herr ist mit dir!

Er, der alles heiligt, er ist mit der Magd des Herrn, mit der Unbefleckten;


mit der ganz Schönen ist der Schönste aller Menschensohne,

um den Menschen zu retten, den Menschen, nach seinem Bild geschaffen...


Katechismus

(Art. 721)


In Maria beginnen die „großen Taten“ Gottes, die der Geist in Christus und in der Kirche vollbringen wird.


(Art. 722)

Der Heilige Geist hat Maria durch seine Gnade vorbereitet... (Voll der Gnade)


(Art. 723)

In Maria verwirklicht der Heilige Geist den gnädigen Ratschluss des Vaters. Mit und durch den Heiligen Geist empfängt und gebiert die Jungfrau Maria den Sohn Gottes. Durch die Kraft des Geistes und des Glaubens wird ihre Jungfräulichkeit einzigartig fruchtbar.


(Art. 724)

In Maria offenbart der Heilige Geist den Sohn des Vaters, der nun auch zum Sohn der Jungfrau geworden ist. Sie ist der brennende Dornbusch der endgültigen Theophanie. Vom Heiligen Geist erfüllt, zeigt sie das Wort in der Demut seines Fleisches und gibt es den Armen und den ersten Vertretern der Völker zu erkennen.


(Art. 725)

Schließlich beginnt der Heilige Geist durch Maria, die Menschen, denen „die barmherzige Liebe Gottes“ gilt, in Gemeinschaft mit Christus zu bringen. Die demütigen Menschen sind immer die ersten, die ihn aufnehmen: die Hirten, die Weisen, Simeon und Hanna, die Brautleute von Kana und die ersten Jünger.


Gebet

(Oration für den 8. Dezember)

Gott, du hast durch die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau deinem Sohne eine würdige Wohnstatt bereitet; nun bitten wir dich: wie du sie in Voraussicht des Todes dieses deines Sohnes vor aller Makel bewahrt hast, so lass auf ihre Fürbitte hin auch uns rein zu dir gelangen. Durch unseren Herrn Jesus Christus...



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