top of page
< Back

Erste Woche TAG 7

Wir müssen die Lieblosigkeit aus unserem Denken, aus dem Umgang mit den anderen, aus unserem Reden und Handeln entfernen

gf

Gott ist Liebe. Wer die Liebe nicht besitzt, kann Gott nicht besitzen.

Auch als Märtyrer zu sterben „hat für sich keinen Wert außer durch die Liebe“ (Johannes vom Kreuz).


GEBET ZUR VORBEREITUNNG


Lesung

(1 Joh 3,10-18.23-24)


Daran kann man die Kinder Gottes 

und die Kinder des Teufels erkennen: 


Jeder, der die Gerechtigkeit nicht tut und seinen Bruder nicht liebt, 

ist nicht aus Gott.


Denn das ist die Botschaft, 

die ihr von Anfang an gehört habt: 


Wir sollen einander lieben und nicht wie Kain handeln, der von dem Bösen stammte und seinen Bruder erschlug. 


Warum hat er ihn erschlagen? 


Weil seine Taten böse, die Taten seines Bruders aber gerecht waren.

Wundert euch nicht, meine Brüder, wenn die Welt euch hasst. 

Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. 


Wer nicht liebt, bleibt im Tod. 

Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder, und ihr wisst: 


Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt. 

Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben. 


Wenn jemand Vermögen hat und sein Herz vor dem Bruder ver-

schließt, den er in Not sieht, wie kann die Gottesliebe in ihm bleiben? 


Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, 

sondern in Tat und Wahrheit.


Und das ist sein Gebot: 

Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, wie es seinem Gebot entspricht. 

Wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm.

Und dass er in uns bleibt, erkennen wir an dem Geist, den er uns gegeben hat.


Botschaften

(San Martino, 24.4.1985)


Die unermessliche Liebe des Vaters wird euch retten.

Danke Ihm mit deinem ganzen Sein.

Er ist unendliche Liebe. Liebt auch ihr einander im gleichen Maße.


(San Martino, 7.4.1985)

Liebe mit ganzem Herzen den Vater.

Wecke die Liebe zu ihm, weil er euch liebt.

Hört sein Wort und seine Belehrung.


(San Martino, 30.8.1985)

Der Vater ist nur unendliche Liebe,

aber die Welt zieht das Böse vor.

Die Unendlichkeit ist groß, aber größer noch ist die Liebe Gottes

zur Menschheit.


(San Martino, 12.11.1985)

Du wirst beten und fasten, um die Menschen zur gegenseitigen Liebe zu bewegen. Sucht die wahre Liebe.

Nur wenn ihr euch lieben werdet, könnt ihr euch Kinder Gottes nennen.


(San Martino, 28.11.1985)

Ich bin die Königin der Liebe.

Wenn ihr euch liebt, seid ihr dem Vater nahe. 

Liebe und Nächstenliebe! Gebet ohne Ende!

Geht auf den Wegen der Welt und verkündet unermüdlich das Reich Gottes.

Wer einen Bruder rettet, rettet sich selbst.

Liebt, und ihr werdet geliebt werden. Ich werde euch nicht verlassen.

Ich segne euch.



(San Martino, 25.12.1992)

Ehre sei Gott und Friede euch allen.

Meine Kinder, hier habt ihr Jesus, das Licht ohne Untergang,

einzig und endgültiger Weg, um den Vater zu umarmen.

Nehmt das Maß Seiner Liebe auf, 

das darin besteht, ohne Maß zu lieben.

Jetzt gehört euch das Himmelreich, Geheimnis des Wohlwollens

und der Zärtlichkeit Gottes für alle Menschen.

Möge die Botschaft dieses Ereignisses viele von Hass und Bosheit zerrüttete Herzen erstaunen lassen und aufrütteln.

Die ganze Welt möge Jesus erkennen, den Sohn Gottes und Retter der Welt, und an diesem heiligen Tag Seinen wahren Frieden aufnehmen.

Ich segne euch alle. Jesus segnet euch.


Betrachtung

(Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Traktat von der wahren Verehrung der Heiligen Jungfrau)


Diese Form der Marienverehrung wirkt sich sehr zum Wohl unseres

Nächsten aus


(Art. 171)

Was uns überdies dazu drängt, Maria durch unsere Ganzhingabe zu verehren, ist der große Nutzen, der unserem Nächsten daraus erwächst.

Denn in dieser Form der Verehrung übt man auf vorzüglichche Weise die Nächstenliebe. Wir schenken nämlich durch die Hände Mariens das Teuerste, das wir haben, nämlich den sühnenden und fürbittenden Wert aller unserer guten Werke, ohne den kleinsten guten Gedanken oder das geringste Leiden davon auszusparen. 


Wir sind damit einverstanden, dass alles, was wir an Sühnewerten

erworben haben und bis zu unserem Tode noch erwerben werden, nach dem Willen der Heiligsten Jungfrau zur Bekehrung der Sünder oder zur Befreiung der armen Seelen aus dem Fegefeuer verwendet werde.


Heißt das nicht, den Nächsten vollkommen zu lieben?


Heißt nicht erst das ein wahrer Jünger Jesu Christi zu sein, der durch die Nächstenliebe zu erkennen ist? (Joh 13,35) 


Ist nicht dies das Mittel, ohne Angst vor Selbstgefälligkeit Sünder zu bekehren und Seelen aus dem Fegefeuer zu befreien, ohne etwas anderes zu tun als seine Standespflichten zu erfüllen?


(Art. 172)

Um den Gedanken in seiner ganzen Vortrefflichkeit zu begreifen, müsste man erkennen, welchen Wert die Bekehrung eines Sünders und die Befreiung einer Seele aus dem Fegefeuer darstellen: Einen unendlichen Wert, größer als die Erschaffung von Himmel und Erde, denn man schenkt damit einer Seele den Besitz Gottes. 


Wenn man auch mit dieser Übung in seinem ganzen Leben nur eine

einzige Seele aus dem Fegefeuer befreite, und man nur einen einzigen Sünder bekehrte, müsste das nicht ausreichen, um jeden barmherzigen Menschen zu dieser Hingabe zu bewegen?


Dabei ist noch zu bedenken, dass unsere guten Werke, wenn sie durch die Hände Mariens gehen, an Reinheit, und damit auch an Verdienst und an sühnendem und fürbittendem Wert gewinnen. 


Sie werden viel wirksamer die Qualen der armen Seelen lindern und die Sünder bekehren, als wenn sie nicht durch die jungfräulichen und freigebigen Hände Marias gingen. Ist es auch nur wenig, was wir durch die Heiligste Jungfrau ohne den eigenen Willen und in gänzlich uneigennütziger Nächstenliebe geben können, es gewinnt dennoch große Macht, den Zorn Gottes zu besänftigen und seine Barmherzigkeit anzuziehen. Und vielleicht stellt sich in der Todesstunde heraus, dass ein Mensch, der diese Hingabe treu geübt hat, dadurch viele Seelen aus dem Fegefeuer befreit und viele Sünder bekehrt hat, obwohl er nur seinem Stande gemäß gehandelt hat. Welche Freude beim Gericht! Welche Glorie in Ewigkeit!


Kontemplation

(Nachfolge Christi)


Von den Werken, die aus Liebe geschehen (1/15)

und Fremde Fehler muss man tragen (1/16)


1. Man muss um keinen Preis und keinem Menschen zuliebe jemals etwas Böses tun;


man muss aber auch bisweilen ein gutes Werk zum Nutzen eins Dürftigen ohne Bedenken unterlassen oder auch mit einem besseren verwechseln. Denn wenn dieses geschieht, wird das gute Werk nicht unterbleiben, sondern nur in ein besseres verändert. 


Ohne Liebe nützt das äußerliche Werk nichts; alles aber, was aus Liebe geschieht, so gering und verächtlich es immer sein mag, wird doch verdienstlich. Denn Gott sieht mehr auf die Gesinnung, mit welcher jemand etwas verrichtet, als auf das Werk, welches verrichtet wird.


2. Wer viel liebt, tut viel; wer die Sache wohl verrichtet, wirkt viel; 


derjenige aber verrichtet die Sache wohl, welcher mehr auf den allgemeinen Nutzen, als auf seinen Willen sieht. Es scheint oft etwas Liebe zu sein und ist doch nur eine Begierde des Fleisches, weil die natürliche Neigung, der eigene Wille, die Hoffnung einer Vergeltung, die Begierde zur Bequemlichkeit, selten fehlen.


3. Wer eine wahre und vollkommene Liebe hat, der sucht in keiner Sache sich selbst, sondern verlangt nur, dass Gott in allen verherrlicht werde. 


Er beneidet keinen, weil er keine eigene Freude zu haben trachtet und sich in sich selbst nicht erfreuen will, sondern mit Hintansetzung aller anderen Güter nur in Gott seine Glückseligkeit zu finden wünscht. 


Er schreibt niemand etwas Gutes zu, sondern führt alles auf Gott

zurück, von welchem alles ursprünglich herkommt und in welchem endlich alle Heiligen eine vollkommene glückselige Ruhe genießen. O wenn jemand auch nur einen Funken der wahren Liebe hätte, so würde er in der Tat erkennen, dass alles Irdische voll Eitelkeit ist.


4. Was der Mensch an sich selbst oder an anderen nicht bessern kann, das muss er mit Geduld übertragen, bis es Gott anders fügt. 


Denke nur, es diene vielleicht dazu, dich zu prüfen und dir eine Gelegenheit der Geduld zu verschaffen, ohne welche unsere

Verdienste nicht viel zu achten sind. Doch musst du bei solchen Hindernissen Gott eifrig bitten, dass Er sich würdige, dir zu Hilfe zu kommen, damit du alles mit ruhigem Gemüte übertragen mögest.


5. Wenn jemand der ersten oder zweiten Ermahnung nicht Gehör gibt, so lass dich mit ihm in keinen Streit ein, sondern stelle alles Gott anheim, damit Sein Wille in allen Seinen Dienern vollzogen und Seine Ehre befördert werde. 


Er weiß gar wohl das Böse zum Guten zu wenden. Befleiße dich, fremde Fehler und Schwächen mit Geduld zu übertragen, denn du hast auch vieles, was andere an dir gedulden müssen. Wenn du

es nicht einmal mit dir selbst so weit bringst, dass du bist, wie du zu sein wünschest:


Wie kannst du verlangen, dass sich andere nach deinem Wunsche fügen? 


Wir wünschen, dass andere vollkommen sein möchten, und unsere eigenen Fehler verbessern wir doch nicht.


6. Wir fordern, andere sollen mit aller Strenge gebessert werden, und wir selbst wollen uns nicht bessern lassen


An anderen missfällt uns die allzu große Freiheit, und wir selbst wollen uns nicht abschlagen lassen, was wir begehren. Wir wollen, andere sollen durch Gesetze eingeschränkt werden, wir aber leiden nicht den geringsten Zwang. 

Daher ist es offenbar, dass wir unseren Nächsten selten wie uns selbst

ansehen. 


Wenn alle vollkommen wären, was hätten wir alsdann von anderen für Gott zu leiden?


7. Nun hat es aber Gott so gefügt, damit einer des anderen Last tragen lerne, weil niemand ohne Fehler, niemand ohne Last ist. 


Niemand ist sich selbst genug, niemand sich selbst ganz weise; sondern wir müssen einander übertragen, einander trösten,

einander zu Hilfe kommen, einander unterrichten und ermahnen.

Wie weit aber jemand in der Tugend gekommen ist, das sieht man zur Zeit der Widerwärtigkeit viel besser. 

Denn die Gelegenheiten machen den Menschen nicht erst gebrechlich, sie zeigen nur an, wie er beschaffen ist.


(Psalm 23)

Der Herr ist mein Hirte,

nichts wird mir fehlen.

Er lässt mich lagern auf grünen Auen 

und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden,

treu seinem Namen.

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil;

denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.

Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.

Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.


Katechismus


(Art. 1824)

Als Frucht des Geistes und Vollendung des Gesetzes hält die Liebe die Gebote Gottes und Christi. „Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben“ (Joh 15,9-10).


(Art. 1826)

Der Apostel sagt auch: Wenn ich alles hätte und könnte, „hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts“; und wenn ich alles, was Vorrecht, Dienst und selbst Tugend ist, besäße, „hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts“ (1 Kor 13,1-4).

Die Liebe steht über allen Tugenden. Sie ist die erste der göttlichen Tugenden: „Es bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe“ (1 Kor 13,13).


(Art. 1827)

Die Übung aller Tugenden wird von der Liebe beseelt und angeregt. Diese ist „das Band der Vollkommenheit“ (Kol 3,14); 

sie ist die Form der Tugenden; sie gliedert und ordnet diese untereinander; sie ist der Ursprung und das Ziel des christlichen Tugendlebens. Die christliche Liebe sichert und läutert unsere menschliche Liebeskraft. Sie erhebt sie zu übernatürlicher Voll-

kommenheit, zur göttlichen Liebe.


Gebet

(Hl. Theresa von Jesus, Vita 22,14)


Liebe ruft Liebe hervor.

Trotz meiner Armseligkeit und obwohl ich noch am Anfang stehe, will ich es niemals unterlassen, diese Wahrheit zu bedenken

und die Liebe in mir zu erwecken.

Würdest du, o Herr, mir die Gnade gewähren,

in meinem Herzen dieses Feuer zu entzünden, so fiele mir alles leicht,

und ich könnte sogleich ohne jede Mühe an die Tat schreiten.

Mein Gott, um der Liebe willen, die du uns gebracht hast,

und um deines verherrlichten Sohnes willen, der aus Liebe zu uns so viel gelitten hat, schenke mir diese Flamme, der ich so sehr bedarf!



LAURETANISCHE LITANEI

MAGNIFIKAT


KONTAKTIERE UNS

© 2025 Neukirchen

bottom of page