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Dritte Woche TAG 2

Die Liebe Christi in der Erlösung

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Veni Sancte Spiritus (S. 249)


Gewissenserforschung, Erweckung der Reue

Empfohlen ist der tägliche Rosenkranz


Lesung

(1 Joh 4,9-10)


Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.

Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.


(Kol 2,12-14)

Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat. Ihr wart tot infolge eurer Sünden, und euer Leib war unbeschnitten; 


Gott aber hat euch mit Christus zusammen lebendig gemacht und euch alle Sünden vergeben.  Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, dass er ihn an das Kreuz geheftet hat.


Botschaft

(San Martino, 4.5.1997)


Verherrlichen wir gemeinsam den Vater.

Meine Kinder, nehmt mit Freude den Willen Gottes an.

Ich weiß, dass es euch etwas kostet, 

in der Welt Seine Zeugen zu sein, doch erinnert euch, dass das Kreuz auch Barmherzigkeit, Vergebung und Verheißung ist.

Als Strom der Gnade hat das Kreuz die Welt reingewaschen.

Ich habe euch gerufen, unter dem Kreuz mit mir Zeugnis zu geben,

und ihr helft mir, der Welt, die sich verirrt hat, Hoffnung und Liebe zu bringen.

Ich liebe euch so wie ihr seid, auf dem Weg zur Heiligkeit.

Ich danke euch, ich segne euch und drücke euch alle an mich.


Betrachtung

(Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Die Liebe der Ewigen Weisheit)


(Art. 154)

Was uns am wirksamsten dazu bewegt, Jesus, die inkarnierte Weisheit, zu lieben, sind in meiner Sicht die Schmerzen, die er ertragen hat, um uns seine Liebe zu bezeugen. Der heilige Bernhard sagt: „Es gibt ein Motiv, das höher ist als alle anderen, das mich ganz fühlbar treibt und anspornt, Jesus zu lieben: der Kelch der Bitternis, den du, o Herr, für uns trinken wolltest. Er ist das Werk der Erlösung, das in unseren Herzen die Liebe zu dir erweckt. Er ist die allergrößte Wohltat und das unvergleichliche Zeugnis deiner Liebe, das in uns die Liebe entflammt. Er ist es, der uns unwiderstehlich anzieht, an unser Gewissen rührt und uns im innersten bewegt und erschüttert.“ 


Und er fasst in wenigen Worten diese Gründe zusammen: 

„Wie viele Schmerzen hat er ertragen, um uns erlösen zu können. Oh, wie viele Qualen und Ängste hat er erlitten!“ (Hl. Bernhard, Cantica canticorum Sermo 20)


(Art. 156)

Man betrachte die Eigenschaften der Personen, für die er leidet. 

Es sind Menschen, niederträchtige Kreaturen und seine Feinde, von denen er nichts zu befürchten und nicht einmal zu hoffen hatte. Manchmal gab es Freunde, die für andere Freunde gestorben sind; aber kann man irgendeinen finden, außer den Sohn Gottes, der für die eigenen Feinde gestorben wäre?


„Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren" - und daher seine Feinde. 

(Röm 5,8)


(Art. 157)

Schließlich denke man an die Vielzahl, an die Schwere und Dauer seiner Leiden. Die Vielzahl seiner Leiden war so groß, dass er Mann der Schmerzen (Jes 53,3) genannt wurde, an dem „vom Kopf

bis zum Fuß kein heiler Fleck" war (Jes 1,6). 

Dieser liebe Freund unserer Seelen hat auf jede Weise gelitten: äußere und innere Schmerzen, am Leib und in der Seele.


(Art. 161)

Unser geliebter Retter litt an allen Gliedern seines Leibes:

das Haupt mit Dornen gekrönt, Haare und Bart ausgerissen, das Gesicht geschlagen, das Antlitz bespuckt, Hals und Arme mit Stricken gefesselt, die Schultern beladen und verletzt vom Gewicht des Kreuzes, die Hände und Füße von Nägeln durchbohrt, die Seite und das Herz von der Lanze durchstoßen; mit einem Wort, der ganze Körper mitleidslos verwundet von mehr als fünftausend Geißelhieben, so dass die Knochen beinahe frei lagen.


(Art. 162)

Die heiligste Seele Jesu wurde schwer gepeinigt durch die

Sünden aller Menschen, sowie von ebenso vielen Beschimpfungen für den Vater, den er unendlich liebte, und wegen der Verdammnis so vieler Seelen, die trotz seines Leidens und Todes verloren gingen. Seine Seele empfand nicht nur Mitleid mit den Menschen im Allgemeinen, sondern mit jedem einzelnen im Besonderen, denn er kannte jeden einzelnen.


Am großen Tag des Gerichtes werden alle Reliquien der Heiligen verschwinden, auch die der Verehrung am würdigsten sind, jedoch nicht jene des Kreuzes. Die Weisheit wird den ersten Cherubinen und Engeln befehlen, in alle Welt zu gehen und die Teile des wahren Kreuzes einzusammeln, des einzigen Kreuzes, auf dem sie selbst gestorben ist. 

 

Und sie wird im Triumph dieses Kreuz von den Engeln bringen las-

sen, die Hymnen der Freude singen werden. Sie wird das Kreuz

vorantragen lassen, erhoben auf der leuchtendsten Wolke, und wird mit dem Kreuz und durch das Kreuz die Welt richten. 


Wie groß wird dann aber bei seinem Anblick die Freude der Freunde des Kreuzes sein, und wie tief die Verzweiflung seiner Feinde! 

Diese werden seinen strahlenden und gleißenden Anblick nicht ertragen und werden die Berge rufen, sie zu bedecken und die Hölle, sie zu verschlingen!


(Art. 173)

In Erwartung des großen Tages seines Triumphes beim

letzten Gericht, will die Weisheit das Kreuz als das Unterscheidungszeichen, als das Wesen und die Waffe aller Erwählten. In der Tat nimmt sie keinen Sohn an, der es nicht als Wesensmerkmal hat, noch irgend einen Jünger, der es nicht auf seiner Stirne trägt, ohne zu erröten, auf seinem Herzen ohne Abscheu, und auf seinen Schultern ohne es nachzuschleppen oder zurückzuweisen. 


Ruft euch ins Gedächtnis: „Wer mein Jünger sein will...“ (Mt 16,24).

Sie nimmt keinen Soldaten an, der es nicht als Waffe ergreift zu seiner Verteidigung, zum Angriff, um alle seine Feinde niederzuwerfen und zu zermalmen, und sie sagt: „Soldaten! 

Habt Vertrauen; ich habe die Welt besiegt! (Joh 16,33) 

Ich, euer Haupt, habe meine Feinde mit dem Kreuz besiegt, und auch ihr werdet dies durch dieses Zeichen tun! In hoc signo vinces!“


Kontemplation

(Nachfolge Christi, 4/8):


Christus opferte sich am Kreuz


1. Gleich wie Ich Mich Selbst am Kreuze mit ausgestreckten Armen und mit bloßem Leibe für deine Sünden Gott dem Vater freiwillig aufgeopfert habe, so zwar, dass nichts an Mir übrigblieb, was nicht ganz zum Opfer der göttlichen Versöhnung geworden wäre, ebenso musst auch du Mir alle Tage bei der heiligen Messe dich selbst mit allen deinen Kräften und Neigungen, so inbrünstig du immer kannst, zu einem reinen und heiligen Opfer freiwillig darbringen. 


Verlange Ich wohl etwas anderes so sehnlich von dir, als dass du dich befleißest, dich Mir ganz zu übergeben?

Was du Mir immer außer dir selbst gibst, das achte Ich nicht, weil Ich nicht deine Gabe, sondern dich suche.


2. Gleich wie es dir nicht genügen würde, wenn du alles außer Mir hättest, so kann auch Mir nicht gefallen, was du Mir immer gibst, wenn du dich nicht selbst Mir gibst.


Opfere dich Mir und gib dich ganz für Gott hin, so wird dein Opfer angenehm sein. Siehe, Ich habe Mich Meinem Vater ganz für dich aufgeopfert; Ich habe auch Meinen Leib und Mein Blut dir zur Speise dargegeben, damit Ich ganz dein sei und du Mein bleibest. 


Wenn du aber ein Vertrauen auf dich selbst setzt und dich Mir nicht

freiwillig nach Meinem Willen übergibst, so ist das Opfer nicht vollkommen, und es wird auch keine vollkommene Vereinigung zwischen uns sein. Deswegen musst du vor allen deinen Werken dich selbst freiwillig in die Hände Gottes übergeben, wenn du die Freiheit und Gnade erlangen willst. 


Denn nur darum sind so wenige erleuchtet und innerlich frei, weil sie sich selbst nicht ganz zu verleugnen wissen. Mein Ausspruch bleibt unveränderlich: „Wer immer nicht allem entsagt, der kann Mein Jünger nicht sein.“ 

Wenn du also Mein Jünger zu sein verlangst, so opfere Mir dich

selbst samt allen deinen Neigungen auf.


Herr, Kraft des Universums, Ehre sei dir!

Christus, unser Gott, inmitten der Welt hast du das Heil gewirkt,

hast deine reinen Arme auf dem Kreuz ausgestreckt und alle Menschen wieder vereint, die dir zurufen: Herr, Ehre sei dir!


Katechismus

(Art. 518)


Das ganze Leben Christi ist das Mysterium der erneuten Zusammenfassung von allem unter ein Haupt. 

Alles, was Jesus getan, gesagt und gelitten hat, war dazu bestimmt, den gefallenen Menschen wieder in seine ursprüngliche Berufung zu versetzen: „Indem er durch die Inkarnation Mensch wurde, fasste er die lange Entwicklung der Menschen in sich zusammen und gab uns in dieser Zusammenfassung das Heil, damit wir unser Sein nach dem Bilde und Gleichnis Gottes, das wir in Adam verloren hatten, in Christus Jesus wiedererlangen würden.“ „Deshalb durchlief Christus auch jede Altersstufe, um für alle die Gemeinschaft mit Gott wiederherzustellen“ (Hl. Irenäus).


Gebet

(Romanos Melodos, aus dem Hymnus zur Auferstehung Christi)


In deinem Tod, den du aus freiem Willen angenommen hast,

haben wir das unsterbliche Leben gefunden, o allmächtiger und einziger Gott des Universums. 

In deiner kostbaren Auferstehung hast du, o Barmherziger, alle zu dir zurückgeführt, hast die Pfeile Baals zerstört, den Sieg der Unterwelt und den Stachel des Todes.

Als Sohn des ewigen Vaters hast du - Gottheit ohne Anfang -

es auf dich genommen, Mensch zu werden.


Dein göttliches Wesen hast du nicht geändert, als du die Natur des Sklaven von deiner Mutter übernommen hast,

du, von allen der eingeborene Sohn genannt. 

Hineingeboren als das Wort, bist du, alles Begreifen übersteigend,

im Fleisch erschienen in der Welt, 

als Sklave für das Geschlecht der Sterblichen.

Du Unsichtbarer des Himmels 

hast dich für alle sichtbar gemacht auf Erden.

Hast um unserer Liebe willen das Leiden des Leibes angenommen,

du, der die Pfeile Baals zerstört, den Sieg der Unterwelt und den Stachel des Todes.


HYMNUS

(Antike byzantinische Liturgie)


Du, unser Herr, an das Kreuz genagelt:

die Sonne verfinsterte sich, als sie dich sah.

Der Vorhang im Tempel zerriss,

die Erde bebte, die Felsen spalteten sich,

denn sie konnten es nicht ertragen,

den Schöpfer unschuldig am Holz des Kreuzes leiden

und von der Bosheit verhöhnt zu sehen.


Du hast es auf dich genommen, verurteilt zu werden,

du einziger König, der du bei deiner Wiederkunft

das Universum richten wirst.

Eine Krone aus Domen hast du empfangen,

du unser Retter,

aber in deiner Macht reißt du der Lüge alle Domen aus

und erfüllst alle, die deine Kreuzigung anbeten,

mit der Erkenntnis deiner Barmherzigkeit.


Rette mich, Christus, unser Retter,

durch die Macht deines Kreuzes,

du, der du Petrus auf dem Meer errettet hast,

und hab Erbarmen mit mir, o mein Gott!


Der Baum deines Kreuzes, Christus, mein Gott,

wurde für alle, die an dich glauben,

der Baum des Lebens.

Den, der die Macht des Todes hatte,

besiegest du durch das Kreuz,

und uns, die wir durch die Sünde tot waren,

gabst du das Leben.

Darum rufen wir dir zu:


Gebet nach Lesung und Betrachtung

Ave Maris stella

Litanei zum heiligsten Herzen Jesu (S. 266)

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